korrelativer Interferometerpeiler

Beim korrelativen Interferometerpeiler (korr.-If.-Peiler) handelt es sich um einen Phasenpeiler der die Einfallsrichtung einer von einem Sender ausgestrahlen elektromagnetischen Welle durch Projektion des Messvektors x auf die Gruppenmannigfaltigkeit einer Antennengruppe schätzt.

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Dies ist nicht zu verwechseln mit dem Interferometerpeiler, der das Peilergebnis durch direkte Auswertung der Phasenbeziehungen gewinnt.

Prinzipschaltung eines dreizügigen korrelativen Interferometerpeilers
Prinzipschaltung eines dreizügigen korrelativen Interferometerpeilers

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Doppler-Peiler

Als Doppler-Peiler bezeichnet man einen Phasenpeiler, der die Richtung eines Senders unter Ausnutzung des Doppler-Effektes [1] schätzt. Der Doppler-Peiler zählt in die Kategorie der Phasenpeiler und wird zur Funkaufklärung im HF- und V/U-HF Bereich benutzt.

Prinzipschaltung eines einfachen Doppler-Peilers.
Prinzipschaltung eines einfachen Doppler-Peilers.

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Interferometerpeiler

Ein Peiler der sein Peilergebnis aus der Messung von Phasendifferenzen (bzw. dem Laufzeitunterschied) zwischen im Raum verteilten Sonden gewinnt wird als Interferometerpeiler (If.-Peiler) bezeichnet. Der If.-Peiler zählt in die Kategorie der Phasenpeiler und gewinnt sein Peilergebnis durch direkte Auswertung der gemessenen Phasendifferenzen indem er diese in den Winkelraum transformiert.

Blockschaltbild des einfachsten Interferometerpeilers.
Blockschaltbild des einfachsten Interferometers (dreizügiger Peiler).

Beim Interferometerpeiler handelt es sich um einen mehrzügigen Peiler der hauptsächlich für Peilungen im V/UHF aber auch HF-Bereich verwendet wird. Die Empfangseigenschaften des If.-Peilers leiten sich hauptsächlich aus folgenden Parametern ab: Continue reading „Interferometerpeiler“

Über den Einfluß der Phasenlage der Rahmenspannungen beim Peilverfahren nach Watson-Watt

Das Peilverfahren nach Watson-Watt (WWT) wird in den meisten Kategorisierungen (unter anderem auch hier) der Literatur als Beispiel für einen Amplitudenpeiler aufgeführt. Hierbei wird oftmals unterschlagen, dass zur die Auflösung der Quadrantensprünge und Mehrdeutigkeit des Peilergebnisses eine Phasenbeziehung zwischen Rahmenantenne und Rundstrahler bedingt. Diese soll hier erläutert werden. Continue reading „Über den Einfluß der Phasenlage der Rahmenspannungen beim Peilverfahren nach Watson-Watt“

Summen- Differenzmethode

Die Summen-Differenzmethode (SD-Methode) ist ein Peilverfahren welches die Prinzipien des Minimumpeilers und des Maximumpeilers kombiniert. Peiler die unter Zuhilfenahme dieses Peilverfahrens eine Ortung durchführen werden als Phasenpeiler bezeichnet.

Ein SD-Peiler besteht neben zwei Richtantennen aus einem Zweikanal-Empfänger, einem Peilprozessor und einem Sichtschrim.

Der Empfänger setzt die trägerfrequenten Antennensignale in eine feste ZF-Lage um. Der Peilprozessor berechnet aus den ZF-Signalen die Peilfunktion, sowie daraus den gesuchten Peilwinkel, und gibt das Ergebnis auf dem Sichtschirm aus.

Blockschaltbild eines Phasenpeilers der nach der SD-Methode arbeitet.
Blockschaltbild eines Phasenpeilers der nach der SD-Methode arbeitet.

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Minimumpeiler

Unter einem Minimumpeiler versteht man in der Funkmesstechnik einen Phasenpeiler, der mit Hilfe des Minimums der Charakteristik einer Richtantenne die Einfallsrichtung der Welle (des zu peilenden Signals) schätzt.

Eine Mögliche Richtcharakteristik zur Minimumpeilung. Die Herzkurve (Kardioide) wird aus der Zusammenschaltung von Rahmen- und Stabantenne erzeugt. Die Antenne befindet sich in der Minimum-Peilstellung.
Eine Mögliche Richtcharakteristik zur Minimumpeilung. Die Herzkurve (Kardioide) wird aus der Zusammenschaltung von Rahmen- und Stabantenne erzeugt. Die Antenne befindet sich in der Minimum-Peilstellung (Θ entspricht der Auslenkung der Rahmenantenne zur Bezugsrichtung, α dem Azimut der einfallenden Welle).

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Phasenpeiler

Phasenpeiler entnehmen dem elektromagnetischen Feld Richtungsinformationen, indem sie die räumlichen Lage der Linien gleicher Phase (sogenannte Isophasen oder auch Phasenfronten) auswerten. Die Phasenfronten können im Fernfeld als, näherungsweise, parallele Linien die senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Welle liegen angenommen werden. Durch die Verteilung einzelner Antennenelemente im Feld und deren geeignete Zusammenschaltung kann die Lage der Phasenfronten vermessen werden. Dieser Vorgang wird auch als Aperturabtastung oder Sensor Array Processing bezeichnet.

Grundprinzip des Phasenpeilers: der Peilwinkel ist eine Funktion der Phasenbeziehung ausgewählter Antennenelemente (Basen) und einer Referenzfunktion, hier am Beispiel des Interferometerpeilers.
Grundprinzip des Phasenpeilers: der Peilwinkel ist das Ergebnis einer Funktion der Phasen-beziehung von Antennenelementen untereinander, hier am Beispiel des Interferometerpeilers.

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Funkpeiler

Funkaufklärungsstationen die nach dem Prinzip der Richtungsmessung eine Ortung ausführen werden als (Funk-) Peiler bezeichnet. Die Aufgabe eines Funkpeilers besteht in der Lösung der Peilaufgabe. Hierzu verwendete Verfahren werden als Peilverfahren bezeichnet.

Ein Funkpeiler besteht aus einer Empfangsantenne (Aufnehmer), einem Peilempfänger (Konverter und Prozessor) und einer Anzeigeeinheit (Sichtschirm).

Der schematische Aufbau eines Peilsystems.
Der schematische Aufbau eines Peilsystems.

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