Wellenausbreitung im HF-Kanal

Die Wellenausbreitung im Lang- bis Kurzwellenbereich unterliegt besonderen Eigenschaften. Neben der Ausbreitung der Aussendungen nahe des Erdbodens (Bodenwelle) spielt ein weiterer Ausbreitungsmodus, die Raumwelle, eine entscheidende Rolle. Hierbei profitieren Aussendungen im HF-Kanal von den Wechselwirkungen der elektromagnetischen Welle mit der Ionospäre, deren Beschaffenheit maßgeblich für die hohen erzielbaren Reichweiten der Raumwelle ist. „Wellenausbreitung im HF-Kanal“ weiterlesen

sphärische Trigonometrie

Die sphärische Trigonometrie beschreibt ein Teilgebiet der Geometrie, dass sich mit der Berechnung Geraden, Punkten und Flächen auf einer Kugel beschäftigt. In der Funkmesstechnik wird die sphärische Trigonometrie bei der Ortsberechnung von Sendern eingesetzt (Ortung). Die ebene Geometrie (deren Einsatz hinreichend genau ist, wenn der Abstand zwischen Sender und Empfänger weniger als 100 km misst) stellt einen Sonderfall der sphärische Trigonometrie dar. „sphärische Trigonometrie“ weiterlesen

Single Station Locator (SSL)

Der Single Station Locator (SSL, auch Azimut-/Elevationsmethode) beschreibt ein Verfahren zur Funkortung im Lang- bis Kurzwellenbereich, dass es ermöglicht eine Ortung mit nur einer Peilstelle auszuführen. Der, neben der Richtung der Aussendung, zur Ortung benötigte Abstand zwischen Peilstation und Sender wird beim SSL unter Zuhilfenahme des gemessenen Höhenwinkels und unter Kenntniss der Ausbreitungseigenschaften des HF-Kanals berechnet. Hierzu muss der SSL über folgende Eigenschaften verfügen:

  • er muss Azimut– und Höhenwinkel der einfallenden Welle messen können und
  • muss über eine zuverlässige Prognose (oder ein Modell) der Höhe der reflektierenden Ionosphärenschichten (E- und F-Schicht) verfügen.
Prinzip des Single Station-Locators. Unter Kenntnis der reflexionseigenschaften der Ionosphäre (Höhe und Schicht) und Messung des Elevaionswinkels am Ort des Peilers kann der Abstand R zum Sender ermittelt werden.

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Fehlermaße bei der Ortung mit Funkpeilern

Bei der Positionsbestimmung durch Funkpeiler weicht der Schnittpunkt der Standlinien P von der wahren Position (PW) ab. Der Positionsfehler resultiert aus der Tatsache, dass die Standlinien durch einen zufälligen Winkelfehler aufgefächert werden. Als Ursache für Peilwertschwankungen sind Rauschprozesse (Umgebungsrauschen und inneres Rauschen) und Umwelteinflüße (Reflextionen, Streuungen) anzuführen.

Fasst man alle mögliche Schnittpunkte, bei gegebener Schwankungsbreite σ des Peilwerts der beteiligten Peiler, zusammen ergibt sich eine Fehlerfläche in deren Grenzen der wahre Standort liegt.

Fehlerfläche bei Peilung mit zwei Standlinien.

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Kreuzpeilung

Unter dem Begriff der Kreuzpeilung werden Verfahren zur Fremdpeilung von Sendern mithilfe von Funkpeilern zusammengefasst. Da ein einzelner Peiler nur eine Richtungsschätzung der Strahlungsquelle (des Senders) vornehmen, nicht jedoch den Ort der Aussendung bestimmen, kann arbeiten mehrere Peiler zusammen. Die erreichbare Ortungsgenauigkeit variiert mit der Anzahl und der Anordnung der verwendeten Peilstationen. Das bekannteste Verfahren „Kreuzpeilung“ weiterlesen

Trennschärfe (hochauflösende Peilverfahren)

Ein zentraler Vorteil von hochauflösenden gegenüber konventionellen Peilverfahren besteht in der Fähigkeit zeitlich korrelierte Gleichkanalsignale zu trennen und zu peilen. Eingeschränkt wird diese Fähigkeit durch Randbedingungen des Empfangsszenarios wie beispielsweise:

    Die Trennschärfe gibt, unter Berücksichtigung der Randbedingungen, ein Aussage über „Trennschärfe (hochauflösende Peilverfahren)“ weiterlesen