Monopuls-Bedingung


Unter einem Peilsystem das die Monopuls-Bedingung erfüllt versteht man in der Funkortungstechnik einen mehrzügigen Peiler der in der Lage ist alle für die Berechnung des Peilergebnis benötigten Proben (Antennenspannungen) in einem Abtastschritt zu gewinnen.

Jeder monopulsfähige Peiler muß somit zwangweise über dieselbe Anzahl von Zügen wie Sensoren verfügen. Ein Peiler der nach dem Watson-Watt Prinzip beide Rahmenspannungen und die Hilfsantennenspannung über drei Empfangszüge in einem Abtastschritt gewinnt ist ein monopulsfähiges Peilsystem.

Dreizügiger Watson-Watt Peiler mit "Monopuls-Fähigkeit". Alle zur Generierung der Peilergebnis nötigen Antennenspannungen werden in einem Messzyklus gewonnen.
Dreizügiger Watson-Watt Peiler mit „Monopuls-Fähigkeit“. Alle zur Generierung der Peilergebnis nötigen Antennenspannungen werden in einem Messzyklus gewonnen.

Die Vorzüge eines solchen Peilsystems liegen in der Fähigkeit jedem (theoretisch) noch so kurzem Puls einen Peilwinkel zuzuordnen. In der Praxis ist die minimal Pulsdauer meist zusätzlich durch Einschwingzeiten von Filtern und Latenzen in  der digitalen Signalverarbeitung beschränkt.

Stehen dem Peiler weniger Empfangszüge als Antennenzüge zur Verfügung müßen, unter Verwendung einer Schaltmatrix, die Antennenelemente in mehreren Abtastschritten so mit den Empfangszügen verschaltet werden, dass  jedes Antennenelement einmal abgetastet wird.

Verschaltung der Elemente einer sechzügigen Peilantenne mit einem zweizügigen Peiler für das Peilverfahren korrelatives Interferometer. Das Referenzelement (rot) wird in jedem Abtastschritt benötigt, die restlichen Elemente werden Schritt für Schritt mit dem Referenzelement verschaltet.

Verschaltung von sechs Antennenzügen auf zwei Empfangszüge. Der angedeutete Interferometer-Peiler ist nicht monopulsfähig.

Dieses Verfahren wirkt sich aufgrund der nötigen Umschaltzeiten negativ auf die Fähigkeit des Peilsystems zur Peilung kurzer Puls aus. Die minimal detektierbare Pulsdauer wird durch die Dauer des Umschaltvorgangs multipliziert mit den Umschaltschritten begrenzt. Im abgebildeten Beispiel würde kein Puls detektiert werden können der eine kürzere Dauer als als 5 mal die Umschaltzeit aufweist.

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