Eigenortung (Rückwärtseinschneiden)


Bei der Eigenortung wird mithilfe funktechnischer Mittel die eigene Position bestimmt. Dies ist entweder über ein kooperatives oder ein autonomes System möglich. Beispiele für die kooperative Eigenortung stellen die Systeme DECCA [1] und LORAN [2] dar. Diese, auf dem Prinzip der Entfernungsdifferenzmessung (auch Hyperbelortung genannt) basierenden, Verfahren ermöglichen Schiffen und Flugzeugen, durch Auswertung der empfangenen Signale mehrerer Sendestationen, ihre geografische Position zu bestimmen.

Ein weiteres Verfahren der kooperativen Eigenortung stellt die Positionsbestimmung mithilfe von Satelliten im Weltraum dar (GPS [3], GLONASS, GALILEO). Das bei GPS verwendete Ortungsverfahren basiert auf Entfernungsmessung (Standfläche: Kugelschnitte) durch Signallaufzeitmessungen zu mehreren Satelliten.

Eigenpeilung durch Messung der Richtung bekannter Sendestationen. Der Schnittpunkt der Standlinien markiert den eigenen Standort.
Eigenpeilung durch Messung der Richtung bekannter Sendestationen. Der Schnittpunkt der Standlinien markiert den eigenen Standort.
Kooperative Eigenortung. Das Flugzeug empfängt die Aussendungen des Funkfeuers (bekannter Position) und kann somit den eigenen Standort schätzen.

[1] vom britischen Unternehmen Decca entwickeltes Navigationsverfahren

[2] „Long Range Navigation“ – ein Navigationsverfahren für Luft- und Seeverkehr

[3] engl. für „Global Positioning System“ (NAVSTAR GPS)

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