parasitäre Systeme


Einen Sonderfall der kooperativen Systeme stellen die parasitären Systeme dar. Bei ihnen handelt es sich um passive Funkaufklärungsstellen die unter Zuhilfenahme von bekannten nichtkooperativen Sendestationen (z.B.: Rundfunkstationen, Funkfeuern u.a.) Ziele orten können. Dabei ist es nicht notwendig dass das zu ortende Objekt aktiv Signale aussendet wie es bei kooperativen Systemen der Fall ist.

Ein Beispiel hierfür ist das Passiv-Radarsystem. Das Zielobjekt wird durch bekannte Sendestationen beleuchtet. Der Empfänger misst die Signallaufzeit von der bekannten Sendestation zu seiner Position sowie die Signallaufzeit des Signals das durch die Beleuchtung des Ziels entsteht. Unter der Kenntnis von Frequenz, Modulationsart und Richtcharakteristik der Sendestation kann durch eine Korrelation von Frequenz, Doppler-Verschiebung, bi-statischem Azimut und bi-statischen Laufzeit die Position des Zielobjektes geschätzt werden.

Parasitäres Ortungssystem. Durch die Beleuchtung des Zielobjektes durch Nutzung  vorhandener Funkstrukturen ist eine Ortung auf Basis der Laufzeiten und bekannter Senderparameter möglich (passiv Radar).
Parasitäres Ortungssystem. Durch die Beleuchtung des Zielobjektes durch Nutzung vorhandener Funkstrukturen ist eine Ortung auf Basis der Laufzeiten und bekannter Senderparameter möglich (passiv Radar).

Ein historisches Beispiel bot die deutsche Antennenkette der „Klein-Heidelberg“- Anlagen.

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